© Burgen-web.de - Wir bringen die Steine zum Reden!
Ausstellungen

Ausstellungen/Events

Mai-Wanderungen bei der VHS

Auf Grund der Corona-Krise fallen unsere Mai-Wanderungen zum Thema „Geschichte rund um Heilbronn“ und „Burgenwanderung am Neckar“bei der Volkshochschule Heilbronn leider aus. Im Herbst finden weitere Wanderungen statt. Infos zu Terminen folgen hier.

Mittwoch, 6.2.19, 19:30 - 21:00 Uhr

Burgen und Schlösser im Neckartal und Kraichgau VHS Leingarten, Kulturgebäude, Schwaigerner Str. 76 Anmeldung bei der Volkshochschule Heilbronn hier

Mittwoch, 16.05.2018, 19:00 - 21:30 Uhr

Burgen Europas von Tübingen bis Vaux-sur-Sûre auf Burg Hornberg über Neckarzimmern Anmeldung bei der Volkshochschule Heilbronn hier Regionen prägen das Gesicht Europas. Es sind die Menschen, die Landwirtschaft, die Landschaften, Berge, Flüsse, Täler, die die Eigenheiten von Landstrichen markieren und uns in Erinnerung bleiben. Entlang des Neckars kennen wir Burgen und Weinberge. Auch in der Sûre-Region, ein Nebenfluss der Mosel in Luxemburg und Belgien, kennzeichnen Burgen den Landstrich. Es wird die Geschichte und Entwicklungsgeschichte verschiedener Burgen entlang des Neckars durch Frank Buchali und der luxemburgischen Sûre durch den Burgenkenner dieser Region Marco Keller dargestellt. Aus beiden Regionen verköstigen wir qualitativ hochwertige Weine, welche vom Önologen Baron von Gemmingen-Hornberg vorgestellt werden. Die Veranstaltung findet hoch oben auf der Burg Hornberg über Neckarzimmern im über 900 Jahre alten Gewölbe der "Unteren Burg" statt, in dem sich das Archiv der Gemmingen- Hornberg befindet.

Donnerstag, 1. 3.18 um 22 Uhr

Fernsehtipp im SWR3 odysso - Wissen im SWR Muss Deutschland aufrüsten? In dieser Reportage stellen wir den ehemaligen Raketenstandort "Waldheide" vor: Die Welt rüstet wieder auf. Odysso beleuchtet die Risiken des neuen atomaren Kräftemessens und zeigt, welche Probleme es bei der Modernisierung der Bundeswehr gibt. Mittwoch, 24.01.2018, 19:30 - 21:00 Uhr Burgen und Befestigungen auf dem Heuchelberg in Leingarten bei Heilbronn Das geübte Auge erkennt heute noch die versteckten Reste einer einstigen Adelsburg sowie mehrerer Befestigungen der letzten Jahrtausende in den Wäldern des Heuchelberges. Der Autor führt in seinem Vortrag durch mehrere tausend Jahre Geschichte und beschreibt diese Burgen und Befestigungen anhand von Bildern, Grundrissplänen und Rekonstruktionsmodellen. Der Besucher erfährt dabei Details über das Leben auf der Harchenburg, Frankenschanze und Burg Rotenbrunnen und deren Funktion. Buchpräsentation "Streifzüge durch die Burgenlandschaft des Kraichgaus"

und Burgenführung

12. September 2013 11 Uhr Burg Steinsberg bei Sinsheim Weiler

Heimatmuseum Helmstadt: Start der Vortragsreihe 2012

Buchvorstellung: "Lexikon der Burgen und Schlösser im Kreis Heilbronn" 13. Mai 2012 Das Heimatmuseum Helmstadt befindet sich in der "Alten Schule" in der Pfarrstrasse 3. Burg Löwenstein Programm 2012 Eröffnung der Burgensaison Funde machen das leben auf der Burg lebendig mit Frank Buchali und Marco Keller 4. März 2012 Burgruine Löwenstein Burgenausstellungen im Kraichgau und Unterland Termine 2002: Burgen um Helmstadt mit Burgenmodellen von Marco Keller 31. April 2002 bis 12. Mai 2002 Helmstadt Rathaus Helmstadt Rabanstraße 14 74921 Helmstadt Öffnungszeiten nach Vereinbarung Info unter 07263/9120-0 bei Frau Kühne "Auf Berggipfeln und in den Ebenen" Diese Ausstellung befaßt sich mit dem Burgenbau ab der Erdschanze am Beginn des letzten Jahrtausends über die Wohnturmburgen und die hochmittelalterlichen Anlagen bis zu den Schloßanlagen des Kraichgaues und wurde zusammen mit dem Heimatverin Kraichgau realisiert. Eine Übersichtskarte zeigt alle ca. 300 Anlagen des Kraichgaues und anhand von Modellen und Exponaten wird der Burgenbau und das Leben der Burgbewohner ausführlich dargestellt.

13. Januar 2002 bis 25. Februar 2002

Mühlacker Historische Kelter Telefon 07041/876-325 Öffnungszeiten Sonntags 11.00-17.00 Uhr oder nach Vereinbarung Termine 2001:

5. März 2001 bis 23. März 2001

Landratsamt Pforzheim

7. April 2001 bis 17. Juni 2001

Wasserschloss Bad Rappenau

13. Juli 2001 bis 9. September 2001

Stadtmuseum (Kulturhaus) 74343 Großsachsenheim Oberiexingerstr. 29 Öffnungszeiten: Dienstags 14:00 bis 18:30 Sonntag 14:00 bis 18:00 Termine Jahr 2000:

11. und 12. Juni

Schloß Eichtersheim

30. Juni - 20.August

Siebenbürgisches Museum Heilbronner Straße 13 Gundelsheim Öffnungszeiten: Mo -Fr : 11 - 17 Uhr So : 13 -16 Uhr

Eröffnungsveranstaltung am 30. Juni um 19 Uhr

Text der Eröffnungsveranstaltung: Eröffnungsvortrag der Burgenausstellung Wenn wir an Burgen und Schlösser denken, fallen uns Namen wie Zwingenberg, Steinsberg, Ehrenberg, Hornberg und Weibertreu ein. Große Anlagen, welche touristisch erschlossen sind , teilweise sehr gepflegt und renoviert. Wir wollen aber mit dieser Ausstellung den Bogen zu den vielen anderen, unbekannteren Anlagen spannen welche einst im Kraichgau standen oder noch stehen. Nach unseren Recherchen standen im Kraichgau, an dessen Ostgrenze wir uns gerade befinden, ca. 300 Burgen und Schlösser. Die großen Anlagen sind jedermann bekannt, die vielen kleineren sind jedoch meist touristisch unerschlossen und oft nagt der Zahn der Zeit an den sich im Dornröschenschlaf dahindämmernden Bauten. Über 50% dieser Anlagen sind heute Burgställe, d.h. entweder völlig verschwunden oder bis auf wenige Reste abgetragen und in unserer Landschaft oft nur noch kaum erkennbar. Die Ausstellung soll aber nicht nur auf die erstaunliche Vielzahl der Anlagen aufmerksam machen, sondern auch einen kleinen Einblick in den Alltag der Burg- und Schlossbewohner geben. Den typischen Burgenalltag stellen sich viele Besucher der typischen großen Ritterburg folgendermaßen vor: Gepanzerte, blinkende Rüstungen, Turniere, Minnegesang, Burgfräulein, prasselnde Kaminfeuer, komfortables Essen im warmen rustikalen Speisesaal. Die Burg selbst verteidigt von einer großen Anzahl stolzer Ritter. Der wirkliche Alltag sah in der Regel völlig anders aus: Auf den meist kleinen Anlagen war das Leben hart und entbehrungsreich. Die meisten Bewohner, Kleinadel oder Burgvögte waren nicht besonders betucht, die Burgen waren eng, kalt, feucht und wenn oben am Berg gelegen auch noch zugig, düstere dreckige kleine Höfe , der Gestank von Hundekot und Vieh zog durch die Räume, oft schliefen alle zusammen mit dem Vieh in einer Kammer, das karge Essen musste, wie auch das Trinkwasser oft weit hergebracht werden. Die Wohntürme waren schmal, eng, dunkel und unkomfortabel, Fensterglas war rar und teuer. Dies war natürlich alles auch ein Grund in späterer Zeit wohnlichere Schlösser zu bauen und die mehr zur Verteidigung erstellten Burgen zu verlassen. Das heißt aber nicht, das die Schlösser im Winter wohnlichere Temperaturen aufwiesen. (Die heutigen Schlossbesitzer werden das bestätigen können) Im Verteidigungsfall wurden diese Burgen auch nicht von einer Vielzahl hochgerüsteter Ritter verteidigt, sondern oft nur von 5- 10 schlecht bewaffneten Männern, wir dürfen uns also nicht wundern, wenn im Bauernkrieg die Burgen zu Hunderten im Handstreich erobert und gebrandschatzt wurden. Noch ein weiteres Klischee, was wir entkräften sollten: Wir alle kennen den sogenannten Bergfried einer Burg, der große Turm, von dem immer angenommen wurde, dass er als letzte Zuflucht vor dem Feind diente. Das aus großer Höhe ein Angreifer besser bekämpft werden kann sei unumstritten. Aber würden Sie sich bei einer herannahenden mordenden Horde mit Ihrer Familie in ein derartiges Steinverlies zurückziehen und auf eventuelle Hilfe warten, die wahrscheinlich nie eintrifft? Sie würden ausgehungert oder ausgeräuchert werden, das sichere Ende vor Augen. Würden Sie beim Herannahen des unbesiegbaren Feindes nicht lieber ein heimliches Hintertürchen nehmen und in den Wald entfliehen? Die moderne Burgenforschung vertritt eher die Ansicht das der Bergfried weniger ein Zufluchtsort, also ein Schutz war, sondern einerseits als Beobachtungsposten genutzt wurde und andererseits ein Symbol der Macht war, etwas, was über die anderen herausragte, also eher ein mittelalterliches Statussymbol. .Wir haben in der Ausstellung einige Rekonstruktionen und fiktiver Modelle typischen Burgenanlagen neben den originalgetreuen Nachbauten. Die Betonung liegt auf fiktiv, d.h. so könnten diese Anlagen nach neuestem Forschungsstand ausgesehen haben können. Das genaue Aussehen einer längst verschwundenen Anlage bleibt natürlich im Dunkel der Vergangenheit verborgen. Wir werden den Verfall der Burgen und Schlösser nicht verhindern können, aber wir können versuchen ihn zu verzögern und zu verlangsamen. Gerade die vielen kleinen, halb verfallenen Anlagen sollten wir vor dem gleichen Schicksal wie die Burgställe schützen. Jeder Ort, in dem eine derartige Anlage steht, oder in dessen Wald noch die Gräben eines Burgstalles zu finden sind, sollte die Reste vor der völligen Zerstörung schützen. Man sollte auch die finanzielle Last des Erhaltens und Renovierens nicht nur auf die momentanen Besitzer abwälzen (ich denke da u.a. an Zuzenhausen). Es sollte auch Aufgabe der Gemeinde sein , also unser aller Aufgabe, die Vergangenheit, die ein Teil unserer Kultur ist zu erhalten. Diese Ausstellung soll auch das Interesse für diese Thema bei der Bevölkerung wecken etwas achtsamer mit dieser Verganenheit umzugehen. Der unbedachte Abriß einer alten Burg- oder Schlossmauer, das Roden von Bäumen auf den Wällen eines Burgstalles oder das tiefe Pflügen oder Umgraben eines einstigen Burgareales oder sogar das Überbauen eines solchen ( so wie in den 70er Jahren der Burgstall Weiler bei Aglasterhausen einer Straße und der Burgstall Rotenbrunnen am Heuchelberg einem Weinberg zum Opfer fielen), dies alles sollte eigentlich nicht mehr passieren dürfen. Wir wollen zum Schluß des Vortrages diese Ausstellung noch mal zusammenfassen: Im ersten Teil finden Sie die frühen, also älteren Burgenanlagen mit den Fluchtburgen und den Wohnturmburgen, sowie den kleinen Anlagen. Im zweiten Teil der Ausstellung dann die späteren Burgen. Nach der Einführung der Feuerwaffen waren die Burgenbauer und Besitzer gezwungen größere Anlagen mit Vorburgen und Zwingern zu bauen um die Kanonen des Feindes auf Distanz von der Kernburg zu halten. Ältere Anlagen wurden schrittweise erweitert, verstärkt und vergrößert. Zum Ende des Mittelalters fing man an repräsentative, komfortablere Schlossbauten zu bauen oder baute Burgen (wie die Horneck) in Schlösser um. Ein Verteidigungszweck erfüllten diese nicht mehr. Um sich gegen den damaligen Stand der Feuerwaffen noch zur Wehr zu setzen konnte nur der Bau einer sogenannten Festung helfen. Diese hauptsächlich aus Erdwällen bestandenen geometrischen Konstruktionen (mit Faschinen, Kasematten und Kurtinen) sind aus dem heutigen Landschaftsbild fast völlig getilgt und sind auch nicht Thema dieser Ausstellung.

31. August - 29. September

Rathaus Münzesheim Kraichtal
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Mai-Wanderungen bei der VHS

Auf Grund der Corona-Krise fallen unsere Mai-Wanderungen zum Thema „Geschichte rund um Heilbronn“ und „Burgenwanderung am Neckar“bei der Volkshochschule Heilbronn leider aus. Im Herbst finden weitere Wanderungen statt. Infos zu Terminen folgen hier.

Mittwoch, 6.2.19, 19:30 - 21:00 Uhr

Burgen und Schlösser im Neckartal und Kraichgau VHS Leingarten, Kulturgebäude, Schwaigerner Str. 76 Anmeldung bei der Volkshochschule Heilbronn hier

Mittwoch, 16.05.2018, 19:00 - 21:30 Uhr

Burgen Europas von Tübingen bis Vaux-sur-Sûre auf Burg Hornberg über Neckarzimmern Anmeldung bei der Volkshochschule Heilbronn hier Regionen prägen das Gesicht Europas. Es sind die Menschen, die Landwirtschaft, die Landschaften, Berge, Flüsse, Täler, die die Eigenheiten von Landstrichen markieren und uns in Erinnerung bleiben. Entlang des Neckars kennen wir Burgen und Weinberge. Auch in der Sûre-Region, ein Nebenfluss der Mosel in Luxemburg und Belgien, kennzeichnen Burgen den Landstrich. Es wird die Geschichte und Entwicklungsgeschichte verschiedener Burgen entlang des Neckars durch Frank Buchali und der luxemburgischen Sûre durch den Burgenkenner dieser Region Marco Keller dargestellt. Aus beiden Regionen verköstigen wir qualitativ hochwertige Weine, welche vom Önologen Baron von Gemmingen-Hornberg vorgestellt werden. Die Veranstaltung findet hoch oben auf der Burg Hornberg über Neckarzimmern im über 900 Jahre alten Gewölbe der "Unteren Burg" statt, in dem sich das Archiv der Gemmingen-Hornberg befindet.

Donnerstag, 1. 3.18 um 22 Uhr

Fernsehtipp im SWR3 odysso - Wissen im SWR Muss Deutschland aufrüsten? In dieser Reportage stellen wir den ehemaligen Raketenstandort "Waldheide" vor: Die Welt rüstet wieder auf. Odysso beleuchtet die Risiken des neuen atomaren Kräftemessens und zeigt, welche Probleme es bei der Modernisierung der Bundeswehr gibt. Mittwoch, 24.01.2018, 19:30 - 21:00 Uhr Burgen und Befestigungen auf dem Heuchelberg in Leingarten bei Heilbronn Das geübte Auge erkennt heute noch die versteckten Reste einer einstigen Adelsburg sowie mehrerer Befestigungen der letzten Jahrtausende in den Wäldern des Heuchelberges. Der Autor führt in seinem Vortrag durch mehrere tausend Jahre Geschichte und beschreibt diese Burgen und Befestigungen anhand von Bildern, Grundrissplänen und Rekonstruktionsmodellen. Der Besucher erfährt dabei Details über das Leben auf der Harchenburg, Frankenschanze und Burg Rotenbrunnen und deren Funktion. Buchpräsentation "Streifzüge durch die Burgenlandschaft des Kraichgaus"

und Burgenführung

12. September 2013 11 Uhr Burg Steinsberg bei Sinsheim Weiler

Heimatmuseum Helmstadt: Start der Vortragsreihe

2012

Buchvorstellung: "Lexikon der Burgen und Schlösser im Kreis Heilbronn" 13. Mai 2012 Das Heimatmuseum Helmstadt befindet sich in der "Alten Schule" in der Pfarrstrasse 3. Burg Löwenstein Programm 2012 Eröffnung der Burgensaison Funde machen das leben auf der Burg lebendig mit Frank Buchali und Marco Keller 4. März 2012 Burgruine Löwenstein Burgenausstellungen im Kraichgau und Unterland Termine 2002: Burgen um Helmstadt mit Burgenmodellen von Marco Keller 31. April 2002 bis 12. Mai 2002 Helmstadt Rathaus Helmstadt Rabanstraße 14 74921 Helmstadt Öffnungszeiten nach Vereinbarung Info unter 07263/9120-0 bei Frau Kühne "Auf Berggipfeln und in den Ebenen" Diese Ausstellung befaßt sich mit dem Burgenbau ab der Erdschanze am Beginn des letzten Jahrtausends über die Wohnturmburgen und die hochmittelalterlichen Anlagen bis zu den Schloßanlagen des Kraichgaues und wurde zusammen mit dem Heimatverin Kraichgau realisiert. Eine Übersichtskarte zeigt alle ca. 300 Anlagen des Kraichgaues und anhand von Modellen und Exponaten wird der Burgenbau und das Leben der Burgbewohner ausführlich dargestellt.

13. Januar 2002 bis 25. Februar 2002

Mühlacker Historische Kelter Telefon 07041/876-325 Öffnungszeiten Sonntags 11.00-17.00 Uhr oder nach Vereinbarung Termine 2001:

5. März 2001 bis 23. März 2001

Landratsamt Pforzheim

7. April 2001 bis 17. Juni 2001

Wasserschloss Bad Rappenau

13. Juli 2001 bis 9. September 2001

Stadtmuseum (Kulturhaus) 74343 Großsachsenheim Oberiexingerstr. 29 Öffnungszeiten: Dienstags 14:00 bis 18:30 Sonntag 14:00 bis 18:00 Termine Jahr 2000:

11. und 12. Juni

Schloß Eichtersheim

30. Juni - 20.August

Siebenbürgisches Museum Heilbronner Straße 13 Gundelsheim Öffnungszeiten: Mo -Fr : 11 - 17 Uhr So : 13 -16 Uhr

Eröffnungsveranstaltung am 30. Juni um 19 Uhr

Text der Eröffnungsveranstaltung: Eröffnungsvortrag der Burgenausstellung Wenn wir an Burgen und Schlösser denken, fallen uns Namen wie Zwingenberg, Steinsberg, Ehrenberg, Hornberg und Weibertreu ein. Große Anlagen, welche touristisch erschlossen sind , teilweise sehr gepflegt und renoviert. Wir wollen aber mit dieser Ausstellung den Bogen zu den vielen anderen, unbekannteren Anlagen spannen welche einst im Kraichgau standen oder noch stehen. Nach unseren Recherchen standen im Kraichgau, an dessen Ostgrenze wir uns gerade befinden, ca. 300 Burgen und Schlösser. Die großen Anlagen sind jedermann bekannt, die vielen kleineren sind jedoch meist touristisch unerschlossen und oft nagt der Zahn der Zeit an den sich im Dornröschenschlaf dahindämmernden Bauten. Über 50% dieser Anlagen sind heute Burgställe, d.h. entweder völlig verschwunden oder bis auf wenige Reste abgetragen und in unserer Landschaft oft nur noch kaum erkennbar. Die Ausstellung soll aber nicht nur auf die erstaunliche Vielzahl der Anlagen aufmerksam machen, sondern auch einen kleinen Einblick in den Alltag der Burg- und Schlossbewohner geben. Den typischen Burgenalltag stellen sich viele Besucher der typischen großen Ritterburg folgendermaßen vor: Gepanzerte, blinkende Rüstungen, Turniere, Minnegesang, Burgfräulein, prasselnde Kaminfeuer, komfortables Essen im warmen rustikalen Speisesaal. Die Burg selbst verteidigt von einer großen Anzahl stolzer Ritter. Der wirkliche Alltag sah in der Regel völlig anders aus: Auf den meist kleinen Anlagen war das Leben hart und entbehrungsreich. Die meisten Bewohner, Kleinadel oder Burgvögte waren nicht besonders betucht, die Burgen waren eng, kalt, feucht und wenn oben am Berg gelegen auch noch zugig, düstere dreckige kleine Höfe , der Gestank von Hundekot und Vieh zog durch die Räume, oft schliefen alle zusammen mit dem Vieh in einer Kammer, das karge Essen musste, wie auch das Trinkwasser oft weit hergebracht werden. Die Wohntürme waren schmal, eng, dunkel und unkomfortabel, Fensterglas war rar und teuer. Dies war natürlich alles auch ein Grund in späterer Zeit wohnlichere Schlösser zu bauen und die mehr zur Verteidigung erstellten Burgen zu verlassen. Das heißt aber nicht, das die Schlösser im Winter wohnlichere Temperaturen aufwiesen. (Die heutigen Schlossbesitzer werden das bestätigen können) Im Verteidigungsfall wurden diese Burgen auch nicht von einer Vielzahl hochgerüsteter Ritter verteidigt, sondern oft nur von 5- 10 schlecht bewaffneten Männern, wir dürfen uns also nicht wundern, wenn im Bauernkrieg die Burgen zu Hunderten im Handstreich erobert und gebrandschatzt wurden. Noch ein weiteres Klischee, was wir entkräften sollten: Wir alle kennen den sogenannten Bergfried einer Burg, der große Turm, von dem immer angenommen wurde, dass er als letzte Zuflucht vor dem Feind diente. Das aus großer Höhe ein Angreifer besser bekämpft werden kann sei unumstritten. Aber würden Sie sich bei einer herannahenden mordenden Horde mit Ihrer Familie in ein derartiges Steinverlies zurückziehen und auf eventuelle Hilfe warten, die wahrscheinlich nie eintrifft? Sie würden ausgehungert oder ausgeräuchert werden, das sichere Ende vor Augen. Würden Sie beim Herannahen des unbesiegbaren Feindes nicht lieber ein heimliches Hintertürchen nehmen und in den Wald entfliehen? Die moderne Burgenforschung vertritt eher die Ansicht das der Bergfried weniger ein Zufluchtsort, also ein Schutz war, sondern einerseits als Beobachtungsposten genutzt wurde und andererseits ein Symbol der Macht war, etwas, was über die anderen herausragte, also eher ein mittelalterliches Statussymbol. .Wir haben in der Ausstellung einige Rekonstruktionen und fiktiver Modelle typischen Burgenanlagen neben den originalgetreuen Nachbauten. Die Betonung liegt auf fiktiv, d.h. so könnten diese Anlagen nach neuestem Forschungsstand ausgesehen haben können. Das genaue Aussehen einer längst verschwundenen Anlage bleibt natürlich im Dunkel der Vergangenheit verborgen. Wir werden den Verfall der Burgen und Schlösser nicht verhindern können, aber wir können versuchen ihn zu verzögern und zu verlangsamen. Gerade die vielen kleinen, halb verfallenen Anlagen sollten wir vor dem gleichen Schicksal wie die Burgställe schützen. Jeder Ort, in dem eine derartige Anlage steht, oder in dessen Wald noch die Gräben eines Burgstalles zu finden sind, sollte die Reste vor der völligen Zerstörung schützen. Man sollte auch die finanzielle Last des Erhaltens und Renovierens nicht nur auf die momentanen Besitzer abwälzen (ich denke da u.a. an Zuzenhausen). Es sollte auch Aufgabe der Gemeinde sein , also unser aller Aufgabe, die Vergangenheit, die ein Teil unserer Kultur ist zu erhalten. Diese Ausstellung soll auch das Interesse für diese Thema bei der Bevölkerung wecken etwas achtsamer mit dieser Verganenheit umzugehen. Der unbedachte Abriß einer alten Burg- oder Schlossmauer, das Roden von Bäumen auf den Wällen eines Burgstalles oder das tiefe Pflügen oder Umgraben eines einstigen Burgareales oder sogar das Überbauen eines solchen ( so wie in den 70er Jahren der Burgstall Weiler bei Aglasterhausen einer Straße und der Burgstall Rotenbrunnen am Heuchelberg einem Weinberg zum Opfer fielen), dies alles sollte eigentlich nicht mehr passieren dürfen. Wir wollen zum Schluß des Vortrages diese Ausstellung noch mal zusammenfassen: Im ersten Teil finden Sie die frühen, also älteren Burgenanlagen mit den Fluchtburgen und den Wohnturmburgen, sowie den kleinen Anlagen. Im zweiten Teil der Ausstellung dann die späteren Burgen. Nach der Einführung der Feuerwaffen waren die Burgenbauer und Besitzer gezwungen größere Anlagen mit Vorburgen und Zwingern zu bauen um die Kanonen des Feindes auf Distanz von der Kernburg zu halten. Ältere Anlagen wurden schrittweise erweitert, verstärkt und vergrößert. Zum Ende des Mittelalters fing man an repräsentative, komfortablere Schlossbauten zu bauen oder baute Burgen (wie die Horneck) in Schlösser um. Ein Verteidigungszweck erfüllten diese nicht mehr. Um sich gegen den damaligen Stand der Feuerwaffen noch zur Wehr zu setzen konnte nur der Bau einer sogenannten Festung helfen. Diese hauptsächlich aus Erdwällen bestandenen geometrischen Konstruktionen (mit Faschinen, Kasematten und Kurtinen) sind aus dem heutigen Landschaftsbild fast völlig getilgt und sind auch nicht Thema dieser Ausstellung.

31. August - 29. September

Rathaus Münzesheim Kraichtal